Der Stadtteil Heuchelhof befindet sich im Süden Würzburgs und ist deren jüngster Stadtteil. Er weist eine relativ isolierte Lage auf, die sich aufgrund der großen Entfernung zum Stadtzentrum, dem steilen Geländeanstieg zwischen dem angrenzenden Stadtteil Heidingsfeld und der Barrierewirkung der zwischen beiden Stadtteilen verlaufenden Autobahn ergibt.
Er ist eine Trabantensiedlung mit den typischen Merkmalen wie keine Eigenständigkeit, Schlafstadt, Wohngebiet für Arbeitspendler und geringe Arbeitsplatzdichte. Der Heuchelhof weist keine bedarfsdeckende Infrastruktur auf. Diese entwickelte sich inzwischen von der rudimentären zur bequemen Ausstattung, dennoch fehlen noch viele Grundeinrichtungen um den Charakter einer Satellitenstadt vorzuweisen.
Aufgrund des stark vorangetriebenen Sozialwohnungsbaus während der Entstehungszeit des Heuchelhofs entwickelte sich ein unausgewogenes Verhältnis von öffentlich geförderten Mietwohnungen auf der einen und Eigentumswohnungen auf der anderen Seite. Dadurch entstand eine ungünstige Sozialstruktur mit einer hohen Konzentration von Sozialmietern, Aussiedlern und sonstigen Migranten insbesondere aus dem Gebiet der ehemaligen UDSSR. Zur Entstehung dieser ungünstigen Sozialstruktur hat im Wesentlichen die jahrelang sehr einseitige Belegungspraxis der öffentlich geförderten Mietwohnungen beigetragen.
Innerhalb des Stadtteils befindet sich der sogenannte H1, der durch seine baulichen Strukturen (Hochhausarchitektur und enge Bebauung zur Förderung der Urbanität) sowie der äußerst einseitigen Sozialstruktur weitgehend abgesondert und mit einem schlechten Ruf versehen ist. Er wird als Armen- und Ausländerzentrum gesehen und wurde mit dem Name „Kleinmoskau“ versehen. Dieses Viertel im Viertel erschwert eine Integration des Gebiets im gesamten Stadtteil, da die partiell auftretenden Probleme auf das gesamte Stadtviertel übertragen werden. Mit einem schlechten Image belegt gilt der gesamte Sektor für Außenstehende als wenig attraktiv.
Mittlerweile wachsen der Stadtteil Heuchelhof verbunden mit der Ausdehnung eines Industriegebietes und das Stadtviertel Rottenbauer zusammen. Diese beiden Stadtteile haben inzwischen ca. 12000 Einwohner. Auffällig hoch dabei ist die Zahl der Jugendlichen und Kinder im Verhältnis zur Einwohnerzahl.
Das Jugendzentrum grenzt nahe an den H1 und liegt in der Berner Straße 3, sehr zentral am Kern dieses Stadtteils.
2. Besucher
Im Jahr 2009 besuchten überwiegend Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund das Jugendzentrum. Sie haben ihre Wurzeln in den ehemaligen GUS-Staaten, die meisten sind russischstämmig, Russlanddeutsche oder Kontingentflüchtlinge. Größere Besuchergruppen stammen aus Polen und Rumänien. Dazu besuchten noch weitere Nationalitäten das Jugendzentrum. Dies spiegelt die Anwohnerstruktur auf dem Heuchelhof wider. Die Hauptgruppe der Besucher war zwischen zehn und 20 Jahre alt, einige kamen ausschließlich zu Gruppen- oder Einzelangeboten, anderen nur in den offenen Betrieb. Dabei gab es regelmäßig Überschneidungen bei der Teilnahme der verschiedenen Angebote.
Die unterschiedlichen Altersstufen und Gruppierungen kamen meist gut miteinander aus. Gewaltsame und aggressive Konflikte gab es wie seit vielen Jahren nicht.
Das Jugendzentrum bot auch Kurse für Erwachsene / Eltern an. Gewünscht wurde damit mehr Kontakt und Transparenz zu Eltern und Angehörigen. Sie sollen wissen, wo ihre Kinder ihre Freizeit verbringen. Dies ist eine wirksame Methode der Öffentlichkeitsarbeit.
3. Schwerpunkte
a. Offener Betrieb
Im Jugendzentrum Heuchelhof wurde der offene Betrieb stets von einem der zwei Mitarbeiter/in betreut. Die Öffnungszeiten waren in einem Dienstplan jeweils in zwei Hälften aufgeteilt, so dass jeder der beiden gleichviel Zeit im offenen Betrieb arbeitete, aber auch die Möglichkeit hatte täglich Zeit für Einzel- und Büroarbeit oder der Intensivierung der Beziehungen mit den Besuchern des offenen Betriebes zu nutzen. Dies war besonders wichtig – auch bei nachlassender Nachfrage – da die Jugendlichen in der Regel die Aufmerksamkeit der Mitarbeiter/in benötigten und es genossen auch nicht problembehaftete Gespräche mit ihnen zu führen. Ein Ansprechpartner/in war immer für sie da und es kümmerte sich jemand um sie. Um das Haus sauber und möglichst unbeschädigt zu führen, war es nötig, dass der Mitarbeiter/in im offenen Betrieb ebenfalls eine Kontrollfunktion übernahm. Er überprüfte die Sauberkeit der „geliehenen“ Räume bei der Pfandrückgabe und richtete sein Augenmerk auch stets auf die Einhaltung der Regeln im offenen Betrieb. Meist genügte jedoch die Präsenz eines Mitarbeiters/in, um einen Regelverstoß zu verhindern. Dabei musste oft nicht viel über Regeln gesprochen werden, denn diese waren allen Besuchern klar.
b. Einzel- und Gruppenarbeit
Wesentliche Aspekte auf denen die inhaltliche Arbeit des Jugendzentrums, die im essentiellen aus Einzel-und Gruppenarbeit besteht, ruht:
Einige günstige Voraussetzungen wie Mehrsprachigkeit und multikulturelle Erfahrungen bringen die Besucher/innen mit. Auf dieser Grundlage versuchen die Mitarbeiter/in immer eine Basis zu schaffen für ein tolerantes und friedvolles Zusammenleben. Die Mitarbeiter/in erlauben ihren Besucher/innen den „Sprachensprung“ und auf der anderen Seite die verschiedenen kulturellen Plateaus auszuprobieren. Der Anspruch der Mitarbeiter/in ist es, die kulturelle Bildung zu pflegen, mit dem Ziel eine „Globalisierung“ sowie ein Generationenverständnis zu erreichen. Ein Hauptziel ist die Unterstützung und Begleitung, aber auch Reibung mit den Besucher/innen, damit sie sich zu selbständigen und selbstbewussten Menschen entwickeln. Die Mitarbeiter/in wollen jedem/r Besucher/in etwas Positives für seine/ihre Entwicklung „mitgeben“.
Die Besucher/innen haben die Wahl nichts zu tun oder sich für eine Einzel- und Gruppenarbeit zu entscheiden. Hierbei legen die Mitarbeiter/in Wert auf einen rücksichtsvollen und wertschätzenden Umgang miteinander.
Oberstes Ziel ist ein gesundes und ausgeglichenes Verhalten der Besuchern/innen
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Die Mitarbeiter/in geben klare, transparente Überzeugungen und Regeln vor, die die Besucher/innen lernen und auch außerhalb des Hauses anwenden sollen.
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Die Mitarbeiter/in wollen sie stärken für den Aufbau von persönlichen und strukturellen Bindungen.
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Die Mitarbeiter/in wollen ihre Chancen, Fähigkeiten und Achtung fördern.
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Die Mitarbeiter/in beobachten und versuchen die Besucher/innen nachhaltig kennen zu lernen, damit sie ihre individuellen Eigenschaften und Voraussetzungen berücksichtigen.
Einzelarbeit beinhaltet Bildungsunterstützung, Problemgespräche im Arbeits-, Schul-, Familienleben also in jeder erdenklichen Lebensform. Die Mitarbeiter/in versuchen immer motivierend, lebensbejahend jedem Einzelnen zu helfen, oftmals mit fachlicher Unterstützung und Zusammenarbeit mit anderen Institutionen.
Ressourcen des Einzelnen Sozialraum
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Selbstwert informelle Netze (Freunde, Familie, Bekannte)
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Kompetenzgefühl formelle Netze (Soziale Dienste)
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Selbststeuerung Werte/Normen
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Körperliche Fitness Lebensumfeld
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Kognitionen Macht (Segregation, Integration)
Das wichtigste Instrument für ein Einzelgespräch muss eine sehr gute Gesprächsführung sein, bei der die Mitarbeiter/in erkennen und heraushören müssen, wie viel er/sie redet, wie viel er/sie zuhört und welches Problem sich aufzeigt. Auf die Grafik bezogen heißt dies, wie schafft er/sie es die beiden Seiten unter Mithilfe von kooperierenden Fachstellen zeitlich, räumlich und kompetent zusammen zu bringen.
Gruppenarbeit im Jugendzentrum Heuchelhof
Gruppenangebote im Jugendzentrum beinhalten Tanz, Musik, Theater, Sport, Lerngruppen und künstlerische Gestaltung. Die Mitarbeiter/in machen sich das Lernprinzip „Kooperatives Lernen“ zu Eigen, da sie die Auffassung vertreten, dass dies Möglichkeiten und Anreize schafft sowie das eigenverantwortliche Lernen fördert. Der Entwicklung von der losen Gruppe zur festen Gruppe mit Teamcharakter und erkennbarer Identität kommt eine hohe Bedeutung zu. Lernprozesse mit Ergebnissen sind genauso wichtig wie Gruppenprozesse, speziell mit integrativem Hintergrund.
Die Erfahrung der Mitarbeiter/in zeigt, dass Lernen ein sozialer Prozess ist, in dem man durch vielfältige Auseinandersetzung mit Anderen Wissen und soziale Kompetenz erwirbt.
Die Teilnehmer/innen pflegen den Kontakt untereinander und „erziehen sich gegenseitig“. Lernen und Lehren wirkt nachhaltiger. Die Teilnehmer/innen bringen sich gegenseitig etwas bei. Eine Anzahl der „Dozenten/innen“ speziell in der künstlerischen Sparte sind ehemalige Teilnehmer/innen und Besucher/innen des Jugendzentrums. Ein Erfolg des kooperativen Lernens.
Die Aufgabe des Leitungsteams ist die Betreuung der Anleiter/innen, selten im fachlichen Bereich als mehr im „Führungsbereich“. Sie schauen sich das Verhältnis aus fünf Sichtweisen zwischen der Gruppe und dem Anleiter/in an. Welche sozialen Fertigkeiten bringt der Einzelne in die Gruppe mit; wie funktioniert die Interaktion; wer übernimmt Verantwortung für sich und den Anderen; erarbeitet sich die Gruppe eine positive Verbundenheit und lernen die Gruppenmitglieder davon, wenn sie ihre gemeinsamen Anstrengungen in Abständen reflektieren.
In einer Einrichtung wie dem Jugendzentrum, welches die Teilnehmer/innen aus eigenem Interesse und freiwillig besuchen, ist diese Form der Methode, die mit der besten Lerneffektivität, aber auch die, bei der sich die Teilnehmer/innen eine erfolgreiche soziale Kompetenz aneignen.
c. Formelle und informelle Bildungsarbeit
Informelle Bildung in der Jugendarbeit
Kinder und Jugendliche lernen und bilden sich nicht nur in institutionellen Bildungseinrichtungen, sondern insbesondere in ihren Lebenswelten, Nahräumen und öffentlichen Räumen, unter anderem im Jugendzentrum und dessen Umfeld. Diese Bereiche des informellen Lernens prägten die zielgerichteten Bildungs- und Entwicklungsprozesse wesentlich. Die Kinder und Jugendlichen erlernten in diesem Zusammenhang Handlungskompetenzen, Risikoabschätzung, Neugier und Offenheit als Dimension personaler Kompetenz und als zentrale Schlüsselqualifikation auch für weiteres Lernen in anderen Lebenswelten.
Im Jugendzentrum hatten die Mitarbeiter/in die Möglichkeit durch ihre „strukturierte“ Kompetenz den Raum der Kinder- und Jugendarbeit, besonders den offenen Bereich so zu gestalten, dass entweder -positiv- Aneignung und Bildung möglich wurden oder –negativ- der Raum der Jugendarbeit in Langeweile erstarrte. Dies waren wichtige Rahmenbedingungen für das Zustandekommen von Situationsveränderungen durch eigentätiges Handeln der Kinder und Jugendlichen. Im Jugendzentrum bestand die Möglichkeit, Gestaltungsräume immer wieder neu zu erschaffen, da Räume und Bereiche regelmäßig neu umgestaltet werden konnten. In diesem Sinne ist Jugendzentrum ein Freiraum und ein wichtiger außerschulischer Lernort.
Formelle Bildungsangebote
Diese Angebote sollten als unterstützende Hilfen neben Schule und Berufsausbildung greifen. Im Jugendzentrum sollte sich das Angebot nach der sozialräumlichen Vernetzung orientieren und den oder die Schultypen berücksichtigen, die davon betroffen sind. Ausnahmefälle waren in Einzelfällen zugelassen.
Die Schüler/innen sollten mit ihren unterschiedlichen Leistungsvermögen individuell und fachbezogen gefördert werden. Die Umsetzung war ausschließlich im Einzel- oder im Kleingruppenunterricht möglich. Das Lerntempo gab der/die Schüler/in vor. In den Kleingruppen sollten sich die Schüler/innen gegenseitig motivieren und mitziehen können. Dieser Gruppen bedurften engagierte und qualifizierte Lehrkräfte, welche die fachlichen und pädagogischen Voraussetzungen mitbrachten und zudem fähig waren, den Unterricht individuell zu gestalten und ein Vertrauensverhältnis zwischen Lehrkräften und Schüler/innen aufzubauen. Den Teilnehmer/innen sollte nicht ausschließlich Wissen vermittelt werden sondern auch die Motivation und die Fähigkeit zum selbständigen Lernen geweckt werden. Erstes Ziel war es, schulische Defizite auszugleichen, zweites und noch wichtigeres, sie sollten Lernstrategien einüben und automatisieren um Gelerntes zu behalten, um es im entscheidenden Moment abrufen und anwenden zu können. Die Schüler/innen sollten sich „frei lernen“, d. h., langfristig ohne Nachhilfe auskommen. Aufgrund dessen musste mit Lernmodulen gearbeitet werden, die sich nach naheliegenden Zielen und Schuleinheiten richteten.
Ziel eines solchen Angebotes war es, dass die Schüler/innen ihren Lernstoff selbständig auf- und nachbereiten konnten, um ihre Leistungen zu stabilisieren. Dieses Angebot sollte eine Begleitung und Partnerschaft auf Zeit sein.
Zur Wertschätzung eines solches Angebotes mussten Kriterien vorgegeben werden: Interesse und Eigeninitiative der Schüler/innen, sie mussten freiwillig teilnehmen und sich an verbindliche Termine halten, nur in besonders begründeten Ausnahmefällen bestand die Möglichkeit zur Nachhilfe.
Im Jahr 2009 waren vier Nachhilfekräfte an vier Tagen in der Woche im Jugendzentrum tätig. Insgesamt nahmen 44 Schüler/innen am Nachhilfeprogramm teil.
d. Veranstaltungen
Wie jedes Jahr plante und führt das Jugendzentrum auch im Jahr 2009 unterschiedlichste und vielfältige Veranstaltungen durch. Grundsätzlich finden im Jugendzentrum keine Konsumangebote wie Discos oder ähnliches statt. Neben Turnieren und der traditionellen Weihnachtsfeier haben Aktivitäten rund um Tanz, Theater, Musik und verschiedene Ausstellungen eine wichtige Bedeutung für die Einrichtung. Die Besucher/innen des Hauses engagierten sich in unterschiedlicher Art und Weise an den Veranstaltungen und wurden mit einbezogen. Sie traten als Künstler, Tänzer oder Musiker auf die Bühne, beteiligten sich an der Organisation, am Aufbau oder an der Bewirtung während der Veranstaltungen.
Dies bot ihnen einerseits die Möglichkeit ihre Fähigkeiten und ihr Können zu zeigen andererseits identifizierten sie sich stärker mit der Einrichtung. Das Jugendzentrum präsentierte sich durch diese Veranstaltungen der Öffentlichkeit, und stellte Eltern, Angehörigen, Kooperationspartner und dem Träger einige Arbeitsergebnisse vor.
Gefördert und regelmäßig eingeladen wurden auch Gruppen, die unterschiedlichste Kunststile praktizieren. Die Besucher/innen des Hauses waren gefordert sich mit Neuem, für sie teilweise Unbekanntem auseinanderzusetzen.
Veranstaltungen im Jahr 2009
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29.01. Tischtennisturnier
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19.02. Tischkickerturnier
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05.03. Billardturnier
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26.03. Durak-Turnier (russisches Kartenspiel)
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26.06. Volleyballturnier
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22.07. Fußballturnier
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01.05.: Grillstand am Maibaumfest auf dem Marktplatz; Tanzgruppen aus dem Jugendzentrum gestalteten das Programm auf der Marktplatzbühne mit
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05. und 06. Mai: „Fest der Fantasie“: Bilderausstellung von russischen Künstler/innen aus dem Stadtteil, Clownworkshop für Kinder und Jugendliche; Tanz- und Musikvorführungen mit Gruppen vom Jugendzentrum und anderen Einrichtungen; Auftritt der Clowns
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18.06.: Grillfest für Mitarbeiter/innen des Hauses und Fördervereinsmitglieder
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21.07.: Präsentation des Graffiti-Projekts in der Römerstraße im Stadtteilzentrum
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01.10.: Standpräsentation auf der Mainfrankenmesse; Hiphoptanzgruppe aus dem Jugendzentrum gestalteten das Bühnenprogamm mit
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17.10.: Ausflug zur inoffiziellen Weltmeisterschaft im Breakdance „Battle of the year“ in Braunschweig; Kursteilnehmer/innen des Breakdancekurses wurden bevorzugt, damit sie von den Profis lernen konnten und neue Motivation mitnahmen
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03. und 04.11: Jubiläumsfeier „20 Jahre Jugendzentrum Heuchelhof“: Ausstellung über die zwanzigjährige Geschichte des Jugendzentrums mit Fotos, Presseberichten, Plakaten und Flyern, inhaltlicher Rückblick der letzten zwanzig Jahre des Jugendzentrums; Würdigungen und künstlerisches Begleitprogramm; Veranstaltung mit Tanz- und Musikpräsentation von Gruppen aus dem Jugendzentrum und anderen Einrichtungen
Am ersten Mai wurde die Unterführung feierlich eröffnet und wird nun von den Anwohnern angenommen. Kinder und Jugendliche des Stadtteils engagierten sich ehrenamtlich für die Verschönerung und ernteten somit viel Anerkennung für ihr Werk.
4. Öffnungszeiten
Das Jugendzentrum hatte folgende Öffnungszeiten:
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Montag 14.00 – 22.00 Uhr
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Dienstag 14.00 – 22.00 Uhr
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Mittwoch 14.00 – 22.00 Uhr
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Donnerstag 14.00 – 22.00 Uhr
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Freitag 14.00 – 22.00 Uhr
Zusätzliche Öffnungszeiten für Kurse und Gruppen
Das Jugendzentrum war vom 08. Januar bis 21. Dezember geöffnet. In den Sommerferien war vier Wochen geschlossen, für einzelne Gruppenangebote wurden die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. Während den Weihnachtsferien blieb die Einrichtung ganz geschlossen.
5. Mitarbeiter
Im Jugendzentrum waren folgende Mitarbeiter/innen beschäftigt:
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Johannes Diegruber (Leitungsteam, Vollzeit)
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Annie Mündlein (Leitungsteam, Vollzeit)
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Florica Streitmatter (Reinigungskraft, 15h pro Woche)
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Andre Schwemler (Hausmeister, 20h pro Woche)
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Mikhail Symonyan (Sportlehrer, 20h pro Woche)
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Olena Shafermann (Sportlehrerin, 6h pro Woche)
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Bianca Oehms (Nachhilfelehrerin, 10h pro Woche)
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Benedikt Pfeifer (Nachhilfelehrer, 4h pro Woche)
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Lisa Betz (Nachhilfelehrerin, 4h pro Woche)
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Eva-Maria Wehner (Nachhilfelehrerin, 4h pro Woche)
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Sebastian Endres (Nachhilfelehrer, 4h pro Woche)
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Katharina Krauter (Tanzkursleiterin, 7h pro Woche)
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Galina Marksteder (Tanzkursleiterin, 3h pro Woche)
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Sabine Horvath-Lahni (Tanzkursleiterin, 1,5h pro Woche)
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Rene Richter (Tanzkursleiter, 2h pro Woche)
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Jurij Schwartz (Zeichenlehrer, 2h pro Woche)
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Tatjana Domme (Theatergruppe, 2h pro Woche)
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Igor Kots (Theatergruppe, 6h pro Woche)
6. Ausblick
Die Nachfrage des offenen Betriebs ist in den letzten Jahren gesunken. Es steht nicht zur Debatte, dass der offene Betrieb im herkömmlichen Sinne ausgedient hat. Deshalb muss er unter einem neuen Gesichtspunkt betrachtet werden. Die strukturierteren Angebote, die ein konkretes Ziel verfolgen, erfreuen sich nach wie vor großer Nachfrage.
Die Strukturen des offenen Betriebes haben sich in den letzten Jahren verändert. Der Kneipencharakter, der durch Zigaretten, Alkohol und laute Musik gefördert wurde, ist verloren gegangen, da die Mitarbeiter/in großen Wert auf Sauberkeit sowie Alkohol- und Zigarettenverbot legen. Besucher/innen, die sich nicht selbständig beschäftigen können, langweilen sich und können ihre Planlosigkeit nicht mit Lärm und Rauchen überdecken. So sind auch die Besucher/innen des offenen Betriebes dazu angehalten sich mit etwas zu beschäftigen. Anregungen und Hilfestellungen bekommen sie von dem/der Mitarbeiter/in.
Ein weiterer Aspekt, der dem Wandel im offenen Betrieb zugrunde liegt, besteht im veränderten Freizeitverhalten der Jugendlichen und den vielfältigen neuentstandenen Angeboten im Stadtteil. Konsum- aber auch non-profit-Angebote wurden ausgebaut, die Auswahl ist somit um einiges gestiegen. Kinder und Jugendliche sind nicht mehr so stark angewiesen auf die Räumlichkeiten des Jugendzentrums. Unter den zahlreichen Möglichkeiten der Beschäftigung finden sich genügend Angebote, die weniger Verbindlichkeit erfordern, als im offenen Betrieb des Jugendzentrums vorausgesetzt wird.
Die Mehrheit der Besucher/innen sucht das Jugendzentrum zu einem bestimmten Zweck auf, d.h. um ein strukturiertes Angebot oder die Aufmerksamkeit der Mitarbeiter/in und deren Dienste in Anspruch zu nehmen. Eher weniger Besucher/innen und kleinere Gruppen kommen ausschließlich in den offenen Betrieb.
Am Freitag bietet der offene Betrieb für die Mehrheit der Jugendlichen keine attraktive Alternative zum Alkoholkonsum.
Die Mitarbeiter/in sehen den offenen Betrieb als eine Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche, mit der Möglichkeit Kontakt aufzunehmen und Beziehungsarbeit zu pflegen. Der offene Betrieb ist nicht zum „aufbewahren“ von Jugendlichen geeignet, die sonst auf der Straße „rumhängen“. Die Mitarbeiter/in sind der Meinung, dass der offene Betrieb nicht an der Quantität gemessen werden darf, sondern die Qualität der dort stattfindenden Prozesse mehr in den Vordergrund rücken muss.